Samstag, 7. Mai 2016

bunkerschnüffeln ganz intensiv

letztes jahr bin ich durchs geocachen auf den bunker des alten warnamtes aufmerksam geworden. schnüffeln ging da natürlich nur von außen. als dieses jahr dann die einladung kam, den bunker von INNEN zu besichtigen, habe ich keine sekunde gezögert: das muss ich sehen!

das bunkergelände wird heute als pfadfnderzentrum genutzt. der große saal wäre perfekt für veranstaltungen gewesen, wenn nicht die brandschutzauflagen gewesen wären: ein zweiter notausgang? unmöglich, die bunkerwände sind 3 meter 50 dick.

vom landkartenraum aus kann in den großen raum runter geschaut werden. dort hatte sich eine tafel befunden, die spiegelverkehrt beschrieben werden musste. damit da nicht alles kreuz und quer ging, hatten die schreiberlinge eine kleine hilfestellung, sonst wär noch mehr als nur links und rechts verwechselt worden ...

auf dieser tafel konnten die ergebnisse der verschiedenen mess-stationen angezeigt werden. die messergebnisse kamen per telexstreifen und mussten manuell über einen ziffernblock eingetippt werden. ausserdem konnten auf die tafel transparente folien aufgelegt werden, auf denen beispielsweise die militärischen anlagen des gebiets eingezeichnet waren. also, diese folie hätte ich ja auch gerne.

ein zentrales schaltpult. das war bestimmt auch intuitiv bedienbar.

allzu lang dürfte die luft hier drin nicht frisch geblieben sein. ganz zu schweigen von den schnarchgeräuschen ...

der kühlraum zur lagerung der delikatessen: der EPAs, der einmannpacks, die noch immer mit den betonharten keksen bestückt waren.

mit dieser anlage konnten die hydraulischen schleusentore gesteuert werden.
hinter diesem schleusentor hielt man sich besser nicht auf, sonst konnte es ganz schön eng werden.

der eingang des bunkers war abischtlich verwinkelt gebaut, damit die druckwelle sich im labyrinth verlaufen konnte und nicht mit der gesamten wucht auf die schleusentore geprallt wäre. ob das wohl geklappt hätte?

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