würde mir jetzt eine fee begegnen und ich hätte drei wünsche frei, würde ich mir einen ganz feinen, stillen schneefall wünschen. ausserdem einen ruhigen morgen, an dem ich im wald spazieren gehen könnte. und neue winterreifen auf dem jeepchen. aber der fee geht es wohl wie mir: sie liegt erschöpft und schwitzend auf dem sofa und wünscht sich selbst ins kühle winterwunderland. nichts ist es mit dem schneespaziergang.
es bleibt mir nichts anderes übrig, als geduldig auf den herbst zu warten ...
nachdem ich schon den ganzen samstag, ganz zu schweigen von den vergangenen feierabenden, reglos im heimischen schatten verbracht hatte, wagte ich mich ins auto und fuhr in der hoffnung auf erfrischung in den garten.
das einzige, was dort frisch war, waren die fische. unbeeindruckt zogen sie im teich ihre runden. ich fand im schatten der bäume keine entspannung, noch nicht einmal ein vogel rührte sich, es war überall einfach zu heiß. ein kurzes gewitter brachte nur kurz erleichterung, im nu waren die kleinen hagelkörner geschmolzen. ich packte zusammen und fuhr in den taunus.
wenigstens wehte hier ein lüftchen, zwar kein kühles, aber besser als nichts. ich öffnete alle türen und fenster am auto. aaaahhh, tat das gut. oben auf dem berg lag eine dose, ich machte mich auf den weg. der anstieg war anstrengend, die luft viel zu warm zum bergsteigen.
ich setzte mich eine ganze weile auf das kleine bänkchen auf dem berggipfel und ließ mir den warmen wind um die nase wehen. der herbst wird kommen, ganz bestimmt.