Sonntag, 26. Juni 2016

da funkt nix mehr

ich gebs ja zu: ich bin auch einer der hitzejammerer. 25 grad reichen mir vollkommen. nachdem ich am freitag also unter größten mühen und waren sturzbächen von schweiß meinen rasen gemäht hatte, freute ich mich beim aufwachen heute morgen umso mehr darüber, dass es mich fröstelte. perfektes wetter für draußen!

zwischen frankfurt und bad vilbel liegt rechts der straße das musterhauszentrum. und links davon ein weitläufiges gebiet, in dem ich noch nie war. "heiligenstock". schon lange vermutete ich dort etwas besonderes, etwas altes, etwas spannendes. und heute wollte ich mir das ganz genau anschauen. ich parkte den berlingo und machte mich über die felder auf den weg zu den in eineinhalb kilometer luftlinie entfernten gps-koordinaten.

ich zirkelte links und rechts durch die felder, folgte kleinen, grasüberwachsenen spazierpfaden und traf auf ein waldstück, das von diesen merkwürdigen betonpfeilern flankiert war. was ist hier einmal umzäunt gewesen? ich schlug mich durchs dickicht in den wald, konnte aber nichts weiter verdächtiges entdecken. rote johannisbeersträucher waren auf dem gelände, die beeren beinahe reif. war das ein aufgegebener schrebergarten gewesen?

das geheimnis des wäldchens konnte ich nicht lüften und ich war umso mehr erstaunt, als ich unter den weit ausholenden ästen des baumes am linken bildrand eine sauber gepflegte und bunt bepflanzte gedenkstätte entdeckte. an den baum waren zwei fotos eines jungen mannes geheftet. ich zog mich behutsam zurück. dieser ort war jemandem sehr, sehr wichtig.

ich näherte mich den zielkoordinaten und entdeckte im hohen gras merkwürdige betongebilde. startrampen für einen flug in den weltraum?

hier war einmal eine funkstation gewesen, die zugunsten einer stärkeren anlage aufgegeben worden war. waren diese sockel hier die befestigungen für die antennenanlage gewesen?

auch ein kleines bunkerchen verbarg sich im gebüsch.

dieser ort schien bei jungen leuten beliebt zu sein, nicht nur wegen der grafitti, auch zum gemütlichen beisammensein: neben der betonrampe in der wiese vorhin war ein alter blumentopf gestanden, der fein säuberlich als aschenbecher verwendet wurde, hinter diesem gebäuderest sassen vier junge frauen rauchend und genossen schwatzend ihren tag und schließlich sah ich noch zwei junge männer, die mit einer metallenen klappleiter durch die wiesen zogen.

ich hatte meine dose an den koordinaten gefunden und machte mich langsam auf den rückweg zum geparkten auto.

aber dann riss der himmel weit auf und ich richtete mich für eine halbe stunde in der wärme an einem der betonfundamente gemütlich ein. irgendwo rings um mich herum gab es eine menge von breiten und vielbefahrenen straßen, aber hier an diesem fleck war es wunderbar still.

immer wieder sah ich spaziergänger mit oder ohne hund, jogger, radfahrer. aber die felder waren so weit und die wege so verwinkelt, dass ich nur wenige minuten später wieder ganz allein auf weiter flur zu sein schien. herrlich!

Sonntag, 19. Juni 2016

brombeeren scheinen keine vegetarier zu sein ;-)

der regen scheint sich ausgeregnet zu haben. der erste trockene tag stand an. aber es war sonntag und somit rasenmähen tabu! welch ein glück. was also tun?

sieht es mittlerweile so in meinem garten aus? dann würde ich natürlich fluchen, dass ich nicht das sonntäglich gebot "der rasenmäher muss ruhen" gebrochen hätte und stattdessen einfach mit dem bike auf die walz gegangen war. aber wir malen den teufel mal nicht an die wand ...

nein, ich habe auch diese wiese nicht deswegen fotografiert, um mich daran zu erinnern, was auf mich warten würde - es war einfach wunderschön draußen.

das ganze panorama. und ganz da rechts, oben auf den berg, da wollte ich dieses jahr gerne noch hinkommen. deswegen lass ich das gras im garten wuchern, nur deswegen.

im gegensatz zu dienstag hatte das wasser etwas nachgelassen, aber auf dem kleinen pfad lief es uns noch immer entgegen. eine gute übung für unsere fahrtechnik. rutschige wurzeln? egal. matschige stellen, in denen wir versinken könnten? da kommen wir durch. aber brombeeren? gefräßige, auf unsere nackten radlerbeine fixierte brombeeren?

bei meinem plan, die höhen des taunus wieder zu erklimmen, ist die hünerbergswiese einer der meilensteine. ganz gemütlich nahmen wir sie in angriff und genossen den ausblick.

die alten eichen am wegrand sind bei jeder jahreszeit eine entdeckung. ich glaube, das letzte mal hatte ich sie im schnee gesehen. war das letztes jahr gewesen ? oh je!

geschafft! meilenstein erreicht! wow! zusammen mit einem anderen biker, der uns vorhin überholt hatte (sach mal, der hatte doch n e-bike, oder nicht?), genossen wir eine ausgedehnte pause in der warmen sonne, bevor wir unsere bikerunde um einen abstecher im garten erweiterten. die armen fische hatten hunger, und wie!

Freitag, 17. Juni 2016

ein geocacher kann auch mal pech haben

es sah danach aus, als hätte sich der letzte regenschauer für diesen tag verzogen, also holte ich das bike nochmal aus dem keller, auch wenn die stunde schon fortgeschritten war. raus, bewegung, frische luft tanken.

der regen hatte sich verzogen und alles pitschnass hinterlassen. vielleicht würde das bike heute ja wieder ein bissel sauber werden?

herrlich still war es auf den kleinen pfaden.

oben am hang dampfte es aus dem wald. mein gps-gerät meldete in wenigen hundert metern eine kleine dose. damit könnte ich mir den feierabend doppelt versüssen ...

... aber das biest war wohl selbst schon im wochenende. nach einer viertelstunde war ich des suchens müde und schwang mich wieder in den sattel. die kirchturmuhr hatte halb neun geschlagen, ich wollte mich auf dem direkten weg heim machen und fand dabei diesen wunderbaren pfad. pech muss der cacher haben, dann klappts schon mit den pfaden ;-)

Dienstag, 14. Juni 2016

alles so schön nass hier

seit letzter woche wollte ich nochmal mit dem bike losziehen, aber ein regen- und gewitterschauer nach dem anderen war immer genau dann über den himmel gezogen, wenn ich gerade loswollte. mir war nichts anderes übrig geblieben, als die füsse aufs sofa zu legen und zu lesen. ein schweres los! aber heute, heute hatte ich glück: der regen zog gegen halb sechs ab und um sechs saß ich auf dem bike. taunus, ich komme!

ich gab ein wenig gas, denn ich wusste nicht, wie lange der regen sich noch zurückhalten würde. die wege waren pitschenass.
ich frage mich schon seit langem, was an dieser baustelle eigentlich gebaut wird. aber heute fand ich die antwort: ein swimmingpool! und mit den ganzen kabeln, die da rein gehen, scheint er beheizt zu sein. :-D
ich warf einen letzten blick übers weite land, dann tauchte ich in den wald ein.

zuweilen kam es mir vor, als würde ich durch einen bach fahren, das wasser rauschte nicht nur im bachbett nebenan, sondern lief auch munter über den weg. die luft war wunderbar frisch. herrlich, wieder einmal in diesem wunderschönen wald zu radeln.

die lange bank, namensgeberin für einen äußerst originell gebastelten geocache. mehr verrate ich hier nicht, großes cacherehrenwort!

ein pfad, auf dem es sich herrlich um die ecken zirkeln lässt, aber heute war der boden so aufgeweicht, dass ich es schön langsam angehen ließ. solche pfade muss man eh genießen. und eine genießertour war es gewesen. ab, heim, blogeintrag schreiben!

Sonntag, 12. Juni 2016

wo kann ich hier das licht anknipsen?

im übelsten starkregen machte ich mich auf den weg zum jeeptreffen nach singhofen. als ich von der autobahn abgefahren war und über die taunushöhenstraße rollte, hatte der regen nachgelassen und dicke, dampfende nebelschwaden hingen im wald. ach, was ein anblick ... ach ... äääähhhh ... WO IST MEINE KAMERA?
in der schublade, im trockenen. wo sonst? super. also müsste heute die olle handykamera ran. ich würde ja ohnehin nicht viele fotos machen, oder?

also, EIN foto muss dann schon sein, ich setzte kurz den blinker und fuhr in diesen schon bekannten pfad. gar nicht mal soooo schlecht.
der regen war zwei mal über uns jeepfreunde hergezogen und zuletzt verkrochen wir uns noch einmal auf einen kaffee in der bäckerei. schließlich war es zeit für den heimweg und ich kehrte nochmal kurz im wald ein.
auf dem gps-gerät hatte ich eine unspektakuläre dosenrunde, aber noch einen hauch näher lag ein lostplace. nichts wie hin. und jetzt gab es keine ausrede mehr: die handykamera musste ran. maue bildqualität hin oder her.
in der cachebeschreibung war ganz genau angegeben, wie ich zu den zielkoordinaten gelangen würde, aber natürlich hielt ich mich nicht dran und stand mitten in einem ganz bestimmt nicht öffentlich zugänglichen gelände. aber ich konnte nicht anders: ich staunte bauklötze.
problem nummer 2: mein cache hieß nicht nur "stollen", die dose lag auch noch da drin. und jetzt dürft ihr dreimal raten, wo meine taschenlampe war. na? richtig: neben der kamera daheim in der schublade. super! ich versuchte also, mit der funzellampe vom handy den durchblick zu bekommen, aber spätestens an dieser rostigen türe, die da hinten rechts zu erahnen ist, verließ mich der mut, da ging es nämlich in ein kleines räumchen rein: mit dem funzellicht war kaum etwas zu erkennen. ich überlegte: nochmal kommen? besser ausgerüstet? wann?
irgendwann hatten meine augen sich an das dunkel gewöhnt und ich traute mich tiefer in den stollen hinein. sogar die stockdunklen räumchen inspizierte ich. keine dose. der stollen war durch geröll verblockt, ich ging einen schritt weiter rein, leuchtete die wände ab ... juhu! da lag das döslein! erleichtert und zufrieden kehrte ich zu den gleisen zurück und folgte ihnen in die andere richtung, denn vom auto aus hatte ich einen bahntunnel gesehen - und mut hatte ich ja jetzt genug.
frische luft zog durch den tunnel, wie lang mochte er sein? 200 meter? jedenfalls kam ich bestens ohne taschenlampe klar, erschrak aber nicht schlecht, als ich gerade in den tunnel eingetaucht war und plötzlich lauten straßenlärm hörte: direkt hinter dem tunnelausgang verlief die bundesstraße wieder parallel zu den gleisen. ich befand mich auf der stillgelegten strecke der aartalbahn zwischen diez und wiesbaden - und an dieser stelle wohl direkt unter der burg hohenstein.

ein letzter blick zurück, dann kämpfte ich mich wieder durch die brennesseln und machte mich auf den heimweg. ich schwor mir: ab heute würde die alte ersatzkamera und irgendeine handtaschenlampe zur erweiterten standardaustattung im jeepchen gehören. oder ab morgen. oder übermorgen. oder ... ;-)

Montag, 6. Juni 2016

feierabendtour

nach feierabend schwang ich mich noch einmal aufs bike. so durch die landschaft zu schnüren macht einfach spaß und ich konnte mir gut vorstellen, demnächst mal wieder die wege im taunus in angriff zu nehmen.

die abendsomme war sehr warm und ich wünschte mir eine schattige ecke herbei.

hier hatte der gewittersturm eine kräftige weide zerzaust.

geocachen bildet: hier führten mich die koordinaten auf einen versteckten, wunderschönen pfad. so, genug für heute, heim.

Sonntag, 5. Juni 2016

ausflug nach süden

südlich vom main liegt der schwanheimer wald, mitten drin eine wunderbare wiese und in dem wald lässt sich herrlich radeln. ich packte den rucksack, schnappte mir das gps-gerät und machte eine kleine biketour nach süden.

ah, was für eine farbenpracht! in den getreidefeldern blüht ganz herrlich der mohn. so kam ich auch ganz unauffällig an die döschen am wegesrand: ich spielte einfach ein bissel mit der kamera herum. fällt gar nicht auf.

hier ist eine dose versteckt.

das sind die wege im schwanheimer wald, die mich so begeistern. mich überraschte, wie ruhig es im wald war - und das an einem sonntag. aber vielleicht lag es auch daran, dass ich exakt zur mittagessenszeit unterwegs war.

den rückweg wählte ich über den bohlenweg in der schwanheimer düne. der weg ist mittlerweile ganz schon marode geworden.

auch ein alter baum treibt zuweilen nochmal frisch aus.