der zweite sonntag im monat ist seit juli in meinem kalender dick angestrichen, den geb ich so schnell nimmer her. da ist nämlich jeeptreffen in singhofen. und mittlerweile weiß ich nicht nur, wo singhofen ist, auch die gegend rund herum begeistert mich immer wieder.
heute war es wieder so weit und bei bestem herbstwetter ging es ins nassauer land.
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| brrr, da habe ich bei der kurzen austretpause aber ganz schön gefroren. 3 grad! das wäre ein fall für eine zusätzliche warme lage unterkleidung gewesen, aber die war mal wieder daheim und schlummerte behaglich in der warmen schublade. es ist halt kein verlass ... |
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| eine kleine, aber dafür feine gruppe kam zusammen. der harte kern quasi. mittlerweile kennen wir uns gut und es macht viel spaß, zusammen zu sein und zu quatschen. im konvoi ging es nach miehlen zur herbstlichen kerb. |
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| brav aufgereiht warten die jeeps auf die rückkehr ihrer jeeper ;-) |
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| ich hatte mich von der gruppe verabschiedet und machte mich wieder auf meine eigenen wege. das gps-gerät lockte mich in ein kleines sträßchen und in den herrlichsten sonnenschein. |
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| dieser weite blick ist mit ein grund, warum ich so gerne in diese gegend komme. der und die schmalen, kurvigen straßen, die wälder und die kuppen, von denen aus sich weitere schöne ausblicke ergeben. und dann die kleinen dörfer, teilweise mit kopfstein geplastert. die bäche, die sich durchs land winden und die bäume, die dicht an dicht an ihren ufern wachsen. |
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| DAS also wäre der bequeme weg zur dose gewesen ... aber das hatte ich natürlich nicht geblickt und so bin ich umständlich drum herum gelaufen. aaahh, diese herbstfarben! |
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| da guckst du! wo kommt denn jetzt der cacher her ...? dieses possierliche katzentierchen habe ich nur wenige minuten später sein schauerliches gekreisch ausstoßen gehört, DAS geschrei, das an grässliches kinderschreien erinnert und dem ich früher nachts immer atemlos und mit gänsehaut gelauscht hatte, so dass ich mich kaum noch aufs klo traute. |
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| ganz ohne schnüffeln geht es halt auch nicht ... ich schlich mich auf zehenspitzen durch die alte, verlassene gärtnerei, während unten im grundstück die katzen kreischten ... |
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| da in miehlen kerb war, konnte ich den direkten weg zu den dosen, die ich im visier hatte, nicht nehmen. ich programmierte das navi und fuhr in die entgegengesetzte richtung, bis die dame im navi-kästchen es aufgab, mich zum wenden zu animieren und mir eine neue route vorschlug. dann tauchte dieser abzweig auf. er war eindeutig eine abkürzung zu meinem ziel, aber meine dame kannte das sträßchen nicht. was sagt man dazu? entgegen ihrer empfehlung bog ich ab. nach wenigen hundert metern verstand ich meine navi-dame: so ein enges sträßchen passt in kein navi und ich hoffte inbrünstig auf KEINEN gegenverkehr. |
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| DIESE straße kannte meine navi-dame zu recht nicht, es war nämlich nicht ganz legal. aber soooo schön! |
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| ich hatte das jeepchen am straßenrand geparkt und machte mich zu fuß auf die suche nach den dosen. leider vergeblich. die koordinaten hatten wohl auf der kerb zu tief ins glas geschaut, sie sprangen wie verrückt. und dann lagen die frisch geladenen akkus auf dem beifahrersitz und sonnten sich ... da gehörten sie definitiv NICHT hin! |
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| die kraniche! jetzt gibt es kein zurück mehr, jetzt geht es in die dunkle und kalte jahreszeit. der wetterdienst hatte mir mittags schon eine warnung vor dem frost in der kommenden nacht geschickt ... |
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| im licht der untergehenden sonne verabschiedete ich mich bei der mächtigen, alten eiche von diesem wunderbaren tag. ich programmierte das navi auf den heimweg und befolgte brav die anweisungen der navi-dame und - zack - ganz schnell war ich wieder daheim. |
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