Sonntag, 12. Oktober 2014

gut ding will vorbereitet sein

der herbst übt noch ein wenig. zwar schickt er nachts regen und morgens nebel, aber die temperaturen erinnern immer noch an sommer. dicke softshelljacken und lange unterhosen - wofür braucht man die nochmal? auch die bäume tragen im tal noch ihr saftiges grün.


die pilzsucher scheinen ihre beute bereits eingebracht zu haben, sie haben einmalige pilzgerichte zubereitet oder einen getrockneten vorrat für den winter angelegt. im wald ist kaum jemand unterwegs. auf der straße drüben hören wir motorräder röhren, die jungs und mädels nutzen vielleicht die letzte chance für eine trockene ausfahrt. quietschende bremsen und lautes fluchen schrecken uns kurz auf: mountainbiker und kinderwagen-schieber sind sich auf dem abschüssigen weg unten am bach in die quere gekommen. wir beißen genüsslich in unsere bemme.


in etwas mehr als 4 wochen scheuchen wir hier eine wandergruppe durchs gebiet. wir erkunden die pfade, ganz langsam entsteht ein zusammenhängendes bild vom wegenetz in unserem kopf. markiert ist hier nichts, dafür umso sumpfiger. wir geben uns alle mühe, damit unsere gastwanderer auf ihre kosten kommen ;-)


zeit für den rückweg. wir wissen jetzt, dass der pfad, der uns im januar schon einmal angelacht hat, wirklich mehr als gehenswert ist. ein traum sozusagen. ausserdem haben wir gesehen, dass zuweilen dicke, breite wege irreführend mitten in einem wildäsungsgebiet enden. die stimmung da drin ist mehr als eigenartig. und quellgebiete sind das, was ihr name verspricht: ziemlich nass.