Donnerstag, 23. Oktober 2014

am a.d.w.

heute sind wir zum dosensuchen im bayrisch-thüringschen grenzgebiet. auf einer wanderkarte am wegrand ist noch eine unüberbrückbare grenze eingezeichnet, heute verbindet ein kleines sträßchen (nur mit 1,5 tonnen zu befahren - wir machen uns ganz dünne) die beiden bundesländer. das war es dann aber auch ...

 
wir parken auf dem alten kolonnenweg und folgen ihm nach süden.


unser gps vermeldet: die dose liegt 70 meter rechts von uns. auf bayerischem gebiet. da wird es doch irgendwo einen pfad nach "drüben" geben ... nichts gibt es. einfach gar nichts. es bleibt uns nicht anderes übrig, als uns durch die büsche zu schlagen. wir klettern durch einen tiefen graben und waten durch den schmerbach, der die eigentliche grenze zwischen bayern und thüringen darstellt. grenzübertritt geschafft!


wir wenden uns nach norden, unser ziel ist eine geschleifte dorfstelle auf thüringschem gebiet, die den alten behörden zu nah an der grenze lag. frohgemut marschieren wir los, jetzt finden wir bestimmt ein pfädchen, das uns wieder "rüber" bringt.


tatsächlich treffen wir auf einen alten überwachsenen weg und die ländergrenze ist mit alten, aber wirklich uralten, grenzsteinen bestens markiert. aber wir laufen nur AUF der grenze, ÜBER die grenze gibt es wieder nichts, noch nicht einmal einen trampfelpfad. lediglich wildwechsel ... sind die viecher denn tatsächlich die einzigen, die interesse an den nachbarn haben? wieder schlagen wir uns durch die büsche und klettern durch den tiefen graben, bis wir wieder auf dem alten kolonnenweg stehen.

vom alten dorf ist kaum noch etwas übrig.


für den rückweg wählen wir wieder kleine sträßchen und schnüffeln in wege, die NICHT verboten sind.