Donnerstag, 27. Februar 2014

une biere, s'il vous plait

das ist unsere größte sorge: nach belgien zu fahren und dann kein bier bestellen zu können, weil die letzte französisch-stunde in der volkshochschule so lange zurück liegt. hätten wir vielleicht doch noch einen crashkurs ...? gut gerüstet hingegen fühlen wir uns mit unserer belgischen straßenkarte, in der "fahrwege" markiert sind. unter "fahrwegen" stellen wir uns all das vor, was unser herz höher schlagen lässt. etwas stutzig macht uns, dass auf dieser karte alle straßen auf der deutschen seite als "fahrwege" dargestellt sind. wenn es in deutschland aufregende "fahrwege" gäbe, das wüssten wir, oder?

wir gehen es ganz langsam an. zunächst liegt zwischen uns und belgien ein ordentliches stück autobahn. selbst das bringen wir gemütlich hinter uns. in einer kleinen autobahnraststätte mit gepflegtem örtchen kümmern wir uns um unseren koffeinpegel und bewundern die mädels, die sich für einen zünftigen karnevalsbesuch in köln oder bonn oder sonstwo bereit machen: die eine schwenkt die haarspraydose, die andere die sektflasche. viel spaß!

einen kurzen besuch statten wir dem rheinischen braunkohlerevier ab. seit wir vor jahren in der lausitz tourten, haben wir einen heidenrespekt vor diesen riesigen kohlegruben, kraftwerken und den orten und straßen, die ganz langsam in den gigantischen baggerschaufeln verschwinden. landschaft im wandel.


auf dem weg ins hohe venn quert unsere straße ein ums andere mal die panzersperren des westwall. diese betonklötze ziehen sich durch felder, durch wälder, manchmal auch einfach durch gärten.

das thermometer zeigt knapp 1 grad, als wir die belgische grenze überfahren und in den regen mischt sich schnee. heute machen wir uns das mit dem bier noch einfach: in den belgischen ostkantonen können wir uns getrost mit deutsch verständigen.

was erwartet uns morgen?


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