Sonntag, 2. Oktober 2016

und nochmal durch die wälder

vom seehaus aus kann man gegenüber hoch über dem seeufer einen markanten buntsandsteinfelsen sehen. da wollten wir hin und so schnürten wir noch einmal unsere wanderschuhe und zogen los. wiederholungstäter quasi - in jeder hinsicht.

das wetter hatte aufgeklart und in meinem jugendlichen leichtsinn ließ ich regenschirm, rucksatzschutzhülle und hut im kofferraum zurück. nach wenigen metern packte ich sogar die jacke in den rucksack, die sonne und die bewegung wärmten schön.

ich hatte noch eine dosenkoordinate auf dem gerät, aber die erweitere cacheausrüstung sollte wasserfest schuhe beinhalten und die machten gerade einen vormittagsschlümmerchen im kofferraum, also wanderten wir weiter.

der abzweig hoch zum felsen zeigte sich nicht. auch weitere wege, die uns hangwärts hätten führen können, schienen längst zugewachsen. was tun? wir wollten 2 stunden wandern und waren erst 20 minuten unterweg, an den rückweg war nicht zu denken. da erinnerte ich mich an eine alte bekannte ...

an einem uralten grenzweg mit moosbewachsenen und verwitterten grenzsteinen entlang navigierten wir richtung norden. direkt unter uns verlief die alte bahnlinie.

voila. an dieser stelle konnten wir bequem auf das stillgelegte gleis gelangen und durch den tunnel zurück zum eiswoog wandern. als wir im januar hier unterwegs gewesen waren, sind wir von der anderen seite gekommen. wir erinnerten uns noch, dass wir an einigen stellen über etliche umgefallene bäume und äste klettern mussten.

ist doch ganz gut, dass wir den aufstieg zu den felsen nicht gefunden hatten, oder?

dann mal los.

schon von weitem kündigte sich der offenliegende wasserschacht durch sein lautes gluckern und plätschern an. von der ferne hatte sich das recht unheimlich angehört.

das tageslicht hatte uns wieder!

was für ein perfekter tag! wir stiegen zum eiswoog hinab und kurvten kreuz und quer durch das rheinhessische bergland zurück nach hause.

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