beim abendessen hatten wir die faltblätter der benachbarten bergseilbahnen studiert: da gab es eine wanderung, ganz in der nähe und da sie noch dazu als leicht angegeben war, fiel unsere wahl darauf. au wei.
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| unsere bergfahrt begann mitten im nebel, wir fröstelten. aber kurz vor der bergstation öffnete sich das grau und wir standen in der warmen sonne. sogar eine dose gab es da oben, was konnte jetzt noch schief gehen? |
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| an diesem berghang entlang schlängelte sich ein abschnitt des meraner höhenweges. der zugang war mit einem törchen und entlichen warnschildern versehen. aber uns zog es ja auf den einfachen weg noch ein stück bergan ... |
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| was für ein tolle wegführung! das ließ sich ja gut an. oder etwa nicht? |
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| ich kam kaum noch aus dem knipsen raus, war vollkommen begeistert. noch. |
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| recht bald hatten wir andere schnatternde wanderergruppen hinter uns gelassen und es wurde still auf dem weg. |
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| und dann begannen die stufen. und mir verging so ganz langsam die lust aufs knipsen. auf diese art sollte es nun mehrere hundert höhenmeter weitergehen, aber an dieser stelle wusste ich das noch nicht. trotzdem sehnte ich bereits eine pause herbei. |
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| die aussicht war freilich überwältigend. |
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| ich hatte schon längst den anschluss an meine kleine wandergruppe verloren, ich hatte mich zunehmend lustloser die endlosen stufen bergan geschleppt und gekeucht wie eine dampflok an den bahnhofstagen, wenn es die rampe hoch nach königstein ging ... endlich wurde der pfad flach. hatte ich das schlimmste geschafft? |
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| steil fiel das tal vor mir hinab. dort unten würden wir nachher zurück wandern. dort unten? |
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| eines meiner lieblingsbilder des tages. |
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| ich mach es kurz: der abstieg war gnadenlos. ging es zunächst über grobe felsstufen bis zur bockerhütte, wo wir uns bei einem ordentlichen kaiserschmarrn und obstler stärkten, führte der weg steil und über unebene steinstufen ins tal. er verengte sich zu einem waldpfad, er weitete sich zu einem forstweg, aber blieb steil und anstrengend und bei jedem schritt schmerzten meine knie. sind berge nicht auch von unten schön? |
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