kurzfristig musste ich meine pläne ändern: statt in bunkern zu schnüffeln, fuhr ich zum zahnarzt. ich hatte mir an der frühstücksbanane ein stück zahn heraus gebrochen. das bot mir DIE gelegenheit, nachmittags den taunus ein weiteres stück zu erklimmen. die tour wurde so schön, dass ich nicht mehr den finger vom auslöser bekam und hier jetzt ne ordentliche menge fotos folgen :-)
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| das thermometer zeigte 18 grad, gerade richtig für eine biketour. ich parkte den berlingo an der hohemark, wartete einen kurzen regenschauer ab, dann ging es los. |
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| ruckzuck gewann ich an höhe. ich liess es langsam angehen und kurbelte im kleinen gang bergan. im gegensatz zum wochenende war kaum jemand im wald und es war ganz still. nur der wind rauschte in den bäumen und unter meinen reifen knirschte der kies (lieber da, als zwischen meinen zähnen ;-) ). |
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| wunderschön anzuschauen: der blühende fingerhut am wegesrand. |
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| ich schob ein stückchen einen steilen wall hinauf und traf oben auf eine der zahlreichen freeridestrecken, die sich durch dieses waldstück ziehen. es sind schöne strecken, aber teilweise knackig steil, das traute ich mir noch nicht zu. |
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| die altenhöfe, eine vorgeschichtliche (gibts sowas überhaupt?) befestigung. die anlage gehört zum heidetränk-oppidum, es zieht sich beiderseits des urselbachtals über zwei höhen. so, genug heimatkunde für den moment, ich musste weiter. da hoch. |
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| ich warf einen blick zurück. |
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| die gedenkstätte "unbekannter flieger 1944" liegt versteckt auf einem der wälle der altenhöfe-befestigung. viele jahre hatte ich es nicht mehr besucht gehabt und beinahe vergessen, wo es liegt. es ist ein ganz stiller platz, an dem sich gut denken lässt. |
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| wenn ich schon so weit gekommen war, würde ich es auch bis zur weissen mauer schaffen. entspannt rollte ich weiter. |
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| auf gehts. da vorne links liegt die weisse mauer. |
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| zur weissen mauer zitiere ich wikipedia: "Die Weiße Mauer nahe Oberursel im Taunus ist ein in der Eiszeit entstandenes Quarzit-Feld am Altkönig, das durch Frostsprengung entstanden ist." es ist einer meiner lieblingsorte. |
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| ich schulterte das bike. erstens war ich hier im strengen naturschutzgebiet und zweitens war auf den groben und teilweise wackeligen steinblöcken biken nicht wirklich angesagt. selbst schieben wäre zu mühsam gewesen. |
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| und dann konnte ich nicht mehr aufhören, zu knipsen. |
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| die aussicht von hier oben war ein traum. |
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| der zugang zur weissen mauer ist nicht immer auf anhieb zu finden. an diesem baum konnte ich mich aber perfekt orientieren. |
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| höher hinaus wollte ich heute nicht mehr. ich radelte noch ein kurzes stück bis zum einstieg in den haderweg hinauf und dann gings auf den rückweg. der haderweg hat es immer in sich, er ist im mittleren abschnitt ein tief eingeschnittener hohlweg, gespickt mit großen steinbrocken. steil ist er sowieso. die waldarbeiten vom letzten jahr und die heftigen regenfälle von diesem jahr haben ihn vollgespült mit losem, grobem geröll. ich ging auf nummer sicher und schob über die schlimmsten stellen bergab. sicherheit geht vor. morgen wollte ich schließlich noch zum bunkerschnüffeln. |
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