ich war die ganze woche sehr früh aufgestanden und hatte gehofft, am sonntag etwas ausschlafen zu können. aber nichts da: punkt sechs uhr war ich hellwach. ich liess mir also schön viel zeit mit dem frühstück, bevor ich mich schließlich im grauen winterwetter auf den weg zum jeeptreffen machte. und kurz vor wiesbaden dann die große überraschung: sonne pur!
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| nach den letzten tagen - morgens im dunkeln aus dem haus, abends im dunklen wieder heim - tat die sonne richtig gut. da gönnte ich mir gern mal einen kurzen abstecher. |
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| gestern hatte ich noch auf einen kräftigen regenschauer gehofft, denn ich war mit dem jeepchen nicht mehr in der waschanlage gewesen. jetzt konnte ich meine schluderei natürlich nicht mehr verbergen. |
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| im frühen nachmittag verabschiedete ich mich von der fröhlichen truppe, denn ich wollte noch ein wenig durch den naturpark stromern. es zog mich richtung lahn, zum schloss schaumburg. auf der landkarte gab es bis dahin eine menge kleiner, verwinkelter sträßchen ... |
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| ... und eine halbe handvoll tief und eng eingeschnittener täler zu queren. wär ich mit meiner alten ente unterwegs gewesen, hätte ich jetzt einen ordentlichen muskelkater vom lenkrad kurbeln. |
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| ich wollte kurz links ran fahren, um mich auf dem dosensuchgerät zu orientieren. von der straße weg führte ein schön gepflasteter weg durch die felder, noch dazu legal. diese chance ließ ich mir nicht entgehen - und stand vor dem waldrand in der sackgasse: vor mir unterholz, dahinter ein tiefer graben, links und rechts nichts als schönes, matschiges feld. zeit für eine fotosession. |
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| an wenden war ohne traktorbereifung oder kettenantrieb nicht zu denken, also legte ich den rückwärtsgang ein und kroch zurück zur straße. |
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| schließlich hatte ich mein ziel im blick: schloss schaumburg. und irgendwo da oben lag auch noch ein döselchen. |
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| obwohl das schloss wegen renovierung für besucher geschlossen war, gab es einige, teilweise äußerst neugierige, spaziergänger, so dass ich mein ganzes register ziehen musste, um möglichst unauffällig an die dose zu gelangen. ich machte einen auf fotokünstlerin mit intensiven studien an bemoosten steinmauern, bis es meinem beobachter zu langweilig wurde und er von dannen zog. endlich war meine bahn frei. zugriff! |
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| ich schnüffelte noch ein wenig um das schloss herum. |
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| unterhalb dieser mauer, kurz vor dem imposanten schlosstor, steht ein alter, kleiner pavillon, die weiße farbe blättert ab. durch die halbblinden scheiben erspähte ich einen kühlschrank mit glasfront. hier gab es einmal "gekühlte getränke". oben auf der turmspitze glänzte eine goldene kugel im sonnenlicht. |
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| auf dem beifahrersitz breitete ich meine picknickbox aus und machte mich auf den weg zurück ins tal. das sträßchen war nur für 1,5 tonnen freigegeben und da erschien es mir besser, den proviant zu verzehren, bevor jemand auf die idee kam, das jeepchen zu wiegen. |
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| nix alpen. straßenführung im naturpark nassau. toll, oder? |
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| was für ein himmel, was für eine burg, was für ein schöner kleiner turm da an der seite. und eine nette kleine dose (wo, das verrate ich natürlich nicht). ich hatte einen wunderbaren tag unterwegs gehabt, programmierte das navi auf die heimatkoordination und machte mich auf den rückweg. spätestens in vier wochen würde ich ja wieder hier in der gegend unterwegs sein. freu. |
Echt cool Beate, was du so für Pfade endeckst! LG Detlef
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