Sonntag, 24. Januar 2016

und wieder sonne am sonntag :-)

das abendessen im eiswoog gestern war wieder großartig gewesen und nach dem frühstück am sonntag morgen machten wir uns noch einmal auf den weg zu einer kleinen tour. oben am hang lag eine dose und bot den auftakt zu einer schönen tour voller schnüffelei und natur.

sportphysiologisch und -psychologisch äußerst unklug: ein steiler anstieg direkt nach dem frühstück. aber da oben lag nicht nur die dose, auch eine stillgelegte bahnstrecke führte da oben entlang.

wie oft hatten wir von unten schon hochgeguckt zu diesem viadukt. züge fuhren hier schon eine ganze weile nicht mehr. und jetzt standen wir hier und genossen den ausblick.

neugierig folgten wir den schienen. nebel hing noch zwischen den bäumen und es war ganz still.

wir waren ein kleines stück auf dem weg parallel zum schienenstrang gelaufen. auf den schwellen war das fortkommen doch etwas mühsam. dann sahen wir, dass vor uns ein viadukt einen vom tal kommenden weg queren würde und wir kehrten auf den bahndamm zurück. das viadukt war hoch, sehr hoch. uuuaaaahhhh ... schnell weiter.

wir sahen auf der karte, dass vor uns auf der strecke ein tunnel lag. aber SO hatten wir uns den nicht vorgestellt. wir kletterten über und zwischen den baumstämmen und ästen durch. jetzt hielt uns nichts mehr auf. würden wir den tunnel betreten können?

eiskalte luft und der duft nach geteerten bahnschwellen kündigten ihn an: der tunnel. da lag er vor uns. und nichts versperrte den zugang. zum glück hatte ich die helle taschenlampe in den rucksack gesteckt.

nach einigen metern wurde es stockdunkel und am besten liess sich jetzt ganz leise auf den hölzernen bahnschwellen laufen. wer weiß, was oder wer da vor dem winterlichen wetter im tunnel zuflucht gesucht hatte? vor uns tauchte im lampenlicht ein steinhaufen auf. tunneleinbruch?

das tageslicht hatte uns wieder. puh! die gleisen bogen nach süden ab, wir wollten weiter nach westen und so verließen wir den bahndamm und folgten dem weichen waldweg zur nächsten wegkreuzung.

still und eingesäumt vom schilf lag der zugefrorene billesweiher im tal. zwei spaziergänger mit ihrem hund kamen uns entgegen. empört kläffte der kleine uns an. wir liessen uns nicht beirren und marschierten weiter. als er direkt vor uns stand, versuchte er, uns mit einem knurren einhalt zu gebieten, aber nix da. schließlich schoss das hundchen wie eine rakete zwischen uns hindurch und winselte hinter uns erleichtert. immer diese abenteuer!

für den weg zurück wählten wir den aufstieg zum stumpfwaldgericht, wo ich gestern gewesen war, um dann durchs dreibrunnental hinab zum eiswoog zu gelangen. kurz vor der höhe strahlte die sonne durch die bäume.

wieder ein weg, der nicht auf meinem gps-gerät existierte. ich entdeckte ihn nur mit meinem geschulten pfad-schnüffel-auge.

der letzte aufstieg ...

... und der letzte blick zum viadukt. mittlerweile war es, wer hätte das gedacht, doch tatsächlich zeit geworden, nochmal auf einen kaffee und ein törtchen im eiswoog einzukehren. na dann :-)

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