der sommer war endgültig ins land gezogen und er ließ sich noch nicht einmal vom wetterbericht aufhalten: schwere gewitter waren angekündigt gewesen und was war? zwei handvoll regentropfen.
uns war etwas bang vor unserer reise an den oberrhein, bei sommerlich heißen temperaturen hingen wir lieber im garten im schatten oder auf dem sofa rum, statt hinter dem steuer zu sitzen. aber es war noch angenehm kühl, als wir zur mittagszeit losfuhren und wir genossen jede pause im lauen luftzug.
viel zu schnell waren wir an unserem bestimmungsort angelangt, mit einem spannenden hörspiel war die fahrt wie im flug vergangen und wir warfen einen blick aufs navi. nach norden führte ein dünnes strichelchen, so ein kleiner umweg wär noch im zeitplan drin.
das sträßchen führte aus dem ort hinaus mitten in die weinberge. in der dunklen und engen hohlgasse warnte das entgegenkommende motorrad mit hupen. zum glück war es kein anderer fluchtwagen, das wär bös knapp geworden.
wir verbrachten einen schönen nachmittag mit lieben leuten und machten uns am frühen abend auf den heimweg. eine knappe stunde folgten wir der bundesstraße, freuten uns über die liebliche landschaft und urige ortschaften.
im licht der untergehenden sonne brausten wir heimwärts.




