Samstag, 8. August 2015

rallyetime im taunus

wie oft hatte ich mich geärgert, wenn ich an einer rallyestrecke stand und ratlos den plan der wertungsprüfungen studierte: der weg zur nächsten wp war für einen spaziergang schlichtweg zu weit. mit einem mountainbike hingegen wärs ein klacks. also lud ich trotz hitze das bikel ins auto und versüsste mir die anfahrt, indem ich mich entspannt über den höhenweg rollen ließ.


die wertungsprüfung, die ich anvisierte, fand an einem geschichtsträchtigen ort statt. früher war hier ein militärflugplatz gewesen, jetzt waren riesige satellitenanlagen zu bestaunen. die bahnlinie in der nähe war sicher nicht nur zum personentransport eingerichtet worden, ein überwuchterter gleisabzweig führt zu einem heute noch genutzten materialdepot. ein weiterer ort mit einer unsagbar schweren ausstrahlung barg noch das eine oder andere unausprechliche geheimnis.


ich vertrieb mir die zeit bis zum durchlauf der nächsten wertungsprüfung im schatten der eichen und genoss den kühlenden wind. eine familie mit hund gesellte sich dazu, sie breiteten ihre decke aus, der neugierige hund ging auf entdeckungstour und selbst die kurze leine konnte ihn nicht davon abhalten, herzhaft in einen riesigen schafsködelhaufen zu beißen. aus, pfui, kommst du her! ich sags ja immer: verboten ist, was spaß macht.


dann ging es los, die ersten autos kamen zum startpunkt und starteten mit vollgas auf ihren rundkurs über die felder. ich schnupperte zufrieden in die abgasluft.


leider hielt ich es in der prallen sonne nicht allzu lange aus. beim nächsten mal würde ich neben dem bike noch einen sonnenschirm einpacken müssen. aber egal, spaß hat es trotzdem gemacht.
ich machte mich geruhsam durch den schattigen wald auf den rückweg.


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