wieder hat mich nichts zu hause gehalten, ich bin wieder losgezogen. dieses mal nach süden, der sonne entgegen.
ich fuhr in die pfalz, nur wenige kilometer von der französischen grenze entfernt. ich dachte mir: pfalz und frankreich, eine gute mischung, da lässt es sich bestimmt gut sein.
frühmorgens hatte mich nieselregen begrüßt, aber gegen mittag kam die sonne raus und dann hielt mich auch nichts mehr drinnen. ich streckte meine nase in die luft.
ich orientierte mich wieder an den kleinen sträßchen, kurvte durch enge täler und freute mich über die ruhe. valentinstag - da gehen die leute lecker essen oder sonst was, aber auf die piste gehen sie zum glück nicht.
ich fuhr rüber nach frankreich, etliche kilometer durch truppenübungs- und kasernengelände. da hielt ich mich schön zurück, am auslöser der kamera zu spielen. so gut sind meine französischkenntnisse nicht, dass ich mich da rausreden könnte, würde ich erwischt.
dann folgte ich einem kleinen abzweig, der mich zurück nach deutschland bringen sollte.
mittendrin, gut erkennbar zunächst nur auf dem navi, die grenze. gut erkennbar im wahren leben auch an der angebrachten geschwindigkeitsbegrenzung: statt 30 waren auf deutscher seite nur noch 10 km/h erlaubt.
von wegen deutsche schikane! deutsche schlaglöcher, so groß, dass ich locker mein reserverad da drin hätte versenken können. und ich habe KEIN notrad!
auf direktem weg fuhr ich zurück ins hotel, ich hatte hunger aufs abendessen.
am nächsten morgen hatte sich die sonne wieder verabschiedet. war bestimmt karneval feiern gewesen und jetzt noch nicht so richtig fit. ich machte mich langsam auf in richtung heimat.
einen kleinen abstecher zum donnersberg gönnte ich mir noch. ich war dort schon einige male zum wandern gewesen und habe es beinahe jedes mal geschafft, mich zu verlaufen. der berg hat einfach einen ganz eigenen charakter.
plötzlich ein abzweig hoch zum berg. ich konnte einfach nicht widerstehen.
das nenn ich eine winterlandschaft. schnee, eis, nebel, kaum sicht. zum glück alles als einbahnstraße befahrbar. oben große parkplätze, vermummte spaziergänger, nein, ich steig nicht aus, mich ziehts aufs warme sofa.
direkter weg, da weiß ich nur, wie man das schreibt, aber ich schaff es einfach nicht. ein spinnenbeindünnes strichelchen lockte mich noch in richtung eines steinbruchs, tief verborgen im wald, erreichbar nur auf einer breiten schotterpiste.
genug. heim.









