Sonntag, 8. Februar 2015

ein herrlich verschneites stück grünes band

der februar hat erst angefangen, es konnte also noch dauern, bis es richtig nach frühling roch. so lange wollte ich nicht warten, also setzte ich mich ins auto und fuhr los.


es zog mich nach thüringen, in die nähe von eisenach. würde es mir jetzt gelingen, mehr von der stadt zu sehen? als ich vor jahren auf dem rückweg von einer zweitageswanderung durch die stadt getrottet war, interessierte mich nur ein kännchen kaffee und ein stück himbeertorte, zu allem anderen war ich zu müde gewesen.


tja, noch keine fünf minuten vom hotel entfernt, traf ich auf diesen weg. die sehenswürdigkeiten von eisenach würde ich wohl ein anderes mal erkunden müssen.


ich war wieder mit dem winter versöhnt. der gefrorene boden erlaubte mir wege, die ich sonst nicht unter die räder genommen hätte.


ich konnte nicht genug bekommen, folgte den dünnen strichelchen im navi und wurde mit wunderbaren plätzen belohnt. eine pause in der sonne, so strahlend, dass sie sogar ein wenig wärmen konnte.


den nächsten abzweig nahm ich hinter einer scheune, keine ahnung, wohin er mich führen würde, alles war tief verschneit. ich gelangte in einen herrlichen hohlweg. hier wollte ich gar nicht mehr weg.


bis jetzt vermisste ich nicht einen moment ein warmes eisenacher cafe, was ich hier vorfand, war einfach nur ein traum.


in den schattigen ecken war es teils noch empfindlich gefroren. dieser weg führte über eine aussichtsreiche kuppe und war entsprechend gut befahren. eine einzige spiegelglatte fläche, ich war ganz froh, dass ich kaum gegenverkehr hatte.


an meinem zweiten tourentag hielt die sonne sich zunächst noch zurück, nachts hatte es ein wenig geschneit.


der wind hatte stellenweise ordentliche schneemengen angehäuft. eine kurze pause konnte ich nur im auto verbringen, draußen war es viel zu kalt.


ein kleines sträßchen führte mich an der ulster entlang, direkt auf die grenze von hessen und thüringen zu. auch heute noch schien ich mitten im niemandsland zu sein.


meine tour beschloss ich im windschatten des waldes, genoss die warmen strahlen der sonne.

auch ohne einen besuch in eisenach, ich hatte genug gesehen, ich konnte wieder nach hause fahren.