gestern haben die winterstürme temperaturen von bis zu 15 grad gebracht. heute nacht sanken sie wieder auf 4 grad. da gehören sie ende januar eigentlich auch hin. bevor die windböen erneut auffrischten, machten wir uns auf den weg zu einem alten truppenübungsplatz, der seit jahren weitgehend sich selbst überlassen ist.
die alte offizielle anfahrt ist natürlich längst nicht mehr befahrbar und so mussten wir eine weile durch eine äußerst vornehme villengegend irren, bis wir endlich die auffahrt fanden. natürlich kann man die ganze sache auch abkürzen und über die autobahnraststätte anfahren, aber das ist natürlich verboten und verbotene sachen würden wir nie nie nie machen!
nicht schlecht: die sonne begrüßte uns. wir stellten das auto auf dem neu geschaffenen wanderparkplatz ab, dort hatten wir bei unserem besuch vor fünf jahren noch einen alten schießbunker angetroffen, der zwischenzeitlich geschleift worden war. naturhungrigen wanderern kann offensichtlich der anblick eines bunkers nicht zugemutet werden, tss. kaum verließen wir das auto, fielen die ersten schneeflocken. ja, was jetzt?
der kalte wind blies uns scharf entgegen und zwischenzeitlich tauchten wir in dichten schneegraupel. aber kaum erreichten wir die anhöhe, wärmte die sonne wieder.
der alte übungsplatz schien in den letzten jahren noch viel schöner geworden zu sein. das gelände war schon immer sumpfig und feucht, zwischenzeitlich sind noch einige wassergefüllte mulden mehr dazu gekommen, die den klaren winterhimmel in sich spiegelten.
wir steuerten die reste eines alten bunkers an, der im wald versteckt liegt. dazu mussten wir den übungsplatz einmal der länge nach queren. wie genossen jeden schritt und jeden blick.
ungewöhnlich sauber und aufgeräumt präsentierte sich uns der alte bunker. wahrscheinlich liegt es an den beiden eingängen, da haben dunkle elemente schlichtweg keine chance, sich zu verbergen.
der wind wurde stärker und rauschte durch die astkronen, wir machten uns auf den rückweg.
damit die freien flächen nicht verbuschen, scheinen sie regelmässig gerodet zu werden. es war herrlich, durch diese schöne, wilde landschaft zu wandern.
auf der fahrt nach hause bogen wir noch einmal hier und dort ab und entdeckten eine riesige gestütsanlage mit einem gutshof, der uns an die großen güter in mecklenburg erinnerte. ein reiterhof mit eigener autobahnauffahrt, nicht schlecht ;-)









