wir packen die klappstühle ein, wasser zum erfrischen und ein leckeres kilo kirschen.
unsere straßenkarte hat schon ein paar jährchen auf dem buckel, aber die kleinen sträßchen sind noch immer klein. es ist eine wahre freude, hier durch die gegend zu schnüren.
ja, das sind die modernen zeiten: durch unsere recherchen haben wir festgestellt, dass wir den geheimen ort mittels navi anfahren können. adresse rein, navigation starten, fahren (immer schön brav den anweisungen folgen, gell!) und schon landen wir auf einer dieser typisch breiten, hervorragend ausgebauten straßen ohne mittel- dafür mit umso markanteren randstreifen. aus unserer jahrelangen schnüffelerfahrung wissen wir: ehemaliges militärisches gebiet. wir sind gespannt, was uns erwartet.
wow, das hätten wir nicht gedacht: ein verlassenes depot mit knapp 60 bunkern, ein ehemaliger standortübungsplatz, der heute nabu-schutzgelände ist. einige der bunker sind offen und wir wagen einen zaghaften blick hinein: groß sind die dinger nicht, die wände voller grafitti, teilweise richtig kunstvoll.
allzu lange können wir uns nicht an einem fleck aufhalten, fiese bremsen stürzen sich auf uns unschuldige schnüffler und wir haben schon fast den verdacht, dass die abgerichtet sind. die geheimdienste haben heutzutage doch überall ihre finger drin.
über das einstige übungsgelände schlendern wir zurück. wir lieben diese landschaften mit ihrem kargen bewuchs, den ausgefahrenen rinnen, baumgruppen und den überwucherten spuren von ihrem alten verwendungszweck.
jetzt kann von uns aus der regen kommen. unsere neugierde ist befriedrigt.




