Donnerstag, 11. Dezember 2014

es war einmal im tiefen wald

es war einmal ein kühler nachmittag im november (vielleicht war es auch oktober, wer weiß das heute schon noch so genau), da wurden wir mit mehreren handvoll kollegen in einen warmen bus verfrachtet und in den spessart gefahren. kleiderordung: feste schuhe! der bus fuhr und fuhr und fuhr und bog schließlich in einen dichten wald. ah! ganz nach unserem geschmack. wir stiegen aus und mussten eine weile durch den wald wandern, bis wir zu einem häuschen kamen - einem hexenhäuschen nicht unähnlich - in dem wir steile stiegen erklommen, die uns in eine dunkle, warme stube führten. in dieser dunklen stube wurden äußerst leckere dinge serviert.

seit da träumen wir davon, dieses häuschen im wald wieder einmal zu besuchen.


heute ist es soweit.

eigentlich sind wir auf dem rückweg von unserem jährlichen gänse-essen am main und weil es so stürmt, nehmen wir den weg über die landstraßen, autobahn ist jetzt stress pur. da taucht das schildchen vor uns auf: hohe warte. wir freuen uns wie die schneekönige.


holzarbeiten sind wieder im gange und lange holzlaster werden fleißig beladen. wir sind abermals ganz froh, dass uns diese ungetüme unterwegs nicht begegnen.


wir passieren den großen platz, an dem wir damals aus dem bus gestiegen sind, um die letzten meter zum gasthaus zu laufen. heute tragen wir aber keine festen schuhe und fahren deshalb weiter.

auch an der hohen warte lockt uns nichts aus dem auto. ohnehin ist heute geschlossen und wir sind ja schon satt. doch allein der schöne anfahrtsweg hat uns bereits glücklich gemacht, wir wenden und fahren zurück.


und schließlich genießen wir noch einmal den blick über das land. wetter hin oder her, hier an diesem ort und zu dieser zeit fühlen wir uns gerade richtig wohl.